Film
„Verhör einer Frau“ von Ryszard Bugajski - Filmvorführung
13.06.2019, 18:30 Polnisches Institut, Wien

Der legendäre Film „Verhör einer Frau“ von Ryszard Bugajski, gedreht 1982, wurde von den damaligen Behörden als der antikommunistischste Film in der Geschichte der Volksrepublik Polen bezeichnet und verboten. Zur öffentlichen Aufführung wurde er erst 1989 zugelassen. Die Premiere hat er während des Festivals des Polnischen Films in Gdynia gefeiert, wo er zwei der wichtigsten Preise eingespielt hat: den Journalisten- und den Publikumspreis. 1990 lief er beim Filmfestival in Cannes, bei dem Krystyna Janda für ihre Rolle als Tonia mit der Goldenen Palme als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

Polen unter dem stalinistischen Regime in den frühen 1950er-Jahren. Die Sängerin Tonia reist mit ihrer Band durch das Land und gibt Vorstellungen sowohl für städtisches als auch ländliches Publikum. Eines Abends wird Tonia von zwei Männern in einem Restaurant betrunken gemacht und anschließend zum Gefängnis gebracht. Die Geheimpolizei verlangt von ihr, einen früheren Bekannten zu belasten, der jetzt als politischer Gefangener inhaftiert ist. Ein langes, quälendes Verhör beginnt. Der Film ist eine erschütternde Studie menschlichen Verhaltens und eine wütende Anklage gegen die gnadenlose stalinistische Tyrannei.

 

Regie: Ryszard Bugajski

Drehbuch: Ryszard Bugajski, Janusz Dymek

Darsteller: Krystyna Janda, Adam Ferency, Janusz Gajos, Agnieszka Holland, Anna Romantowska

PL 1989, OmeU, 111 Min.

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61