© Polnisches Institut Wien
„Die blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“. Filmvorführung und Gespräch
13.11.2017 Polnisches Institut Wien

Am Montag, den 13. November 2017 fand im Polnischen Institut die Vorführung des Filmes „Die blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“ statt.

Buch und Regie: Jacek Kubiak und Klaus Salge

Wenige Tage nach der deutschen Aggression in Polen im September 1939 beginnt ein Kapitel der Nazi-Herrschaft, das bisher weitgehend unbeachtet blieb: die Schaffung eines Exerzierfeldes für den deutschen Rassenwahn in Polen. Heinrich Himmler und die Nazis planen in Westpolen, sie nennen den Reichsgau Wartheland „Die blonde Provinz“, ein Laboratorium zur Züchtung der „germanischen Herrenrasse“. Zehntausende Polen christlichen und jüdischen Glaubens werden sofort nach dem deutschen Überfall von der deutschen Wehrmacht, der SA und der SS aus ihren Häusern vertrieben, deportiert respektive umgebracht.

„Sie sollen „Platz schaffen“ für die Volksdeutschen, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone – zwischen dem Schwarzen Meer und dem Baltikum – mit der Losung „Heim ins Reich“ u. a. in Polen angesiedelt werden sollten.“

Der Film „Die blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“ von Jacek Kubiak und Klaus Salge (RBB/ARTE 2008, 52 Minuten) stellt drei Männer vor, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Poznań verbunden ist.